Leseprobe

Aus: Ein Sommer (c) Johanna Wohlgemuth, März 2016

 

[...] Ich gehe ein paar Schritte, streife die Jacke ab, auf dem Boden

wirbelt sie Staub auf. Regale mit Büchern, ordentlich nebeneinander

aufgereiht, ein altes Sofa mit fettigen Flecken. Kein Fernseher.

Alles sieht aus wie immer, alles ist da, wo ich es gelassen hab.

 

- Was bin ich noch für dich?

- Ehrlich? Vor allem hab ich mich an dich gewöhnt. Und du weißt, ich mag das

nicht: gewöhnliches.

 

Und das war es dann, es war Abendlicht und warm und du hast deinen

rastlosen Kopf zurückgeworfen und gelacht und gesagt: Hey Süße, sei

nicht traurig. War doch von Anfang an nichts für die Ewigkeit! und:

Hatten wir denn keinen Spaß?

 

Ein Bett, viel zu groß für mich allein, ein Schrank mit lauter ungebrauchten

Dingen, ein Kissen, das nach gar nichts riecht – Du warst nie hier. [...]

 

 

 

 

Lust auf mehr? Hier findest du meinen Text Es bleibt, wie's is (S. 12)